Effektiver Zeckenschutz?

Die letzten Sonnenstrahlen im Spätsommer genießen – auf einem Spaziergang in Wald und Wiese. Ein schönes Erlebnis, wenn man entsprechend gegen ungebetene „Gäste“ gerüstet ist: die Zecken.

Sie lieben es schattig und feucht – deshalb sind Zecken vor allem in Wäldern, Büschen und Wiesen zu finden. Beim Blutsaugen können Zecken eine Vielzahl von Erkrankungen übertragen, in Deutschland vor allem die Borreliose und die FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis). 

Die Borreliose ist eine bakterielle Erkrankung, die in ganz Deutschland vorkommt. Das Krankheitsbild ist sehr vielgestaltig und betrifft vor allem Haut, Gelenke, Nervensystem und Herz. Anfangs ist eine Hautrötung typisch, die sich rings um die Einstichstelle vergrößert. Die Borreliose ist mit Antibiotika behandelbar, vor allem im Frühstadium.

Die FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) ist eine spezielle Form der Hirnhautentzündung. Sie wird durch Viren übertragen, hauptsächlich im süddeutschen Raum. Eine Impfung gegen FSME ist möglich und wird in Risikogebieten für Personen mit Freizeitaktivitäten im Grünen oder bestimmten Berufen, wie Förster und Waldarbeiter, empfohlen. 

5 Tipps zur Vermeidung von Zeckenstichen:

1. Kleidung
Tragen Sie möglichst geschlossene Kleidung (feste Schuhe, lange Bekleidung) bei Aufenthalt im Gebüsch, Unterholz und hohen Gras.

2. Zeckenschutzmittel
Die Verwendung von Zeckenschutzmitteln auf der Haut schützt ebenfalls, der Schutz ist aber zeitlich und lokal begrenzt. Bestimmte Zeckenschutzmittel können auch auf die Kleidung aufgesprüht werden.

3. Absuchen
Nach dem Aufenthalt im Freien sollten Sie den gesamten Körper nach Zecken absuchen. Zecken stechen meist nicht sofort zu. Achten Sie besonders auf zarte Hautstellen oder Hautfalten (Achseln, Haaransatz etc.).

4. Duschen
Ergänzend zum Absuchen ist anschließendes Duschen sinnvoll, um evtl. übersehene Zecken fortzuspülen. Bereits festgesaugte Zecken lassen sich so nicht entfernen.

5. Waschen
Die getragene Kleidung sollte umgehend gewaschen werden, am Besten bei 60 °C oder ggf. im Trockner auf 60 °C erhitzt werden.

Sollte eine Zecke dennoch zugestochen haben, entfernen Sie diese bitte umgehend vollständig. Hierzu muss die Zecke an ihren Mundwerkzeugen direkt an der Haut mit einer Pinzette oder einem speziellen Zeckenentferungsinstrument herausgezogen werden. Keinesfalls sollten Sie die Zecke drehen, quetschen oder mit Öl betupfen. Desinfizieren Sie anschließend die Wunde. Sie sollten Ihren Arzt aufsuchen, wenn die Zecke nicht vollständig entfernt worden ist, sich eine Rötung um die Einstichstelle bildet oder gesundheitliche Beschwerden auftreten.

Das RKI (Robert-Koch Institut) informiert umfassend über diese Themen: http://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/Z/Zecken/Zecken.html 

Ich wünsche Ihnen einen gesunden Tag!